Messe „DRIVE mobilität heute » morgen“ setzt Premiere aus

Probleme der Automobilwirtschaft machen auch vor Messegeschäft nicht Halt

Die Idee zur Messe ‚DRIVE‘ ist schon einige Jahre alt, aufgrund der Restriktionen für Messen während der Corona-Pandemie wurde ihre Premiere schon einmal verschoben. Nun sind Projektleitung, Aussteller und Partner willig, doch es hakt erneut. Sonja Hobbie, Geschäftsbereichsleiterin Messen bei den Weser-Ems-Hallen Oldenburg, begründet die erneute Verschiebung.

„‚Was macht uns mobil und wie kommen wir von A nach B – heute wie morgen?‘ Diese Fragestellung ist Kern des neu geplanten Messekonzepts DRIVE, das im März 2023 nun endlich Premiere feiern sollte. Das Auto als führendes Fortbewegungsmittel unserer Zeit steht hierbei im Fokus – allerdings steht die gesamte Automobilwirtschaft derzeit vor enormen Herausforderungen. Dazu gehören die Nachwehen der Pandemie mit den spürbaren Abhängigkeiten durch China und deren 0-Covid-Politik genauso wie der Russland-Ukraine-Konflikt und die sich daraus ergebenen wirtschaftlichen und finanziellen Folgen.

Wir sind im Zuge der Messeplanung schon seit mehreren Jahren im Dialog mit Vertretern der verschiedensten Branchen. Auch mit dem Autohandel, der das Konzept unserer Messe mehrheitlich mit Enthusiasmus begrüßt und Interesse an einer Teilnahme bekundet hat. Je näher jedoch die Messepremiere 2023 rückte, umso deutlicher zeichneten sich gleichzeitig direkt auswirkende Probleme ab: Neufahrzeuge können nicht fertiggestellt und ausgeliefert werden, den Händlern fehlen somit nicht nur wichtige Exponate für eine Messeteilnahme – mehr noch: eine entsprechende Nachfrage könnte nur schleppend oder kaum bedient werden. Parallel forcieren immer mehr Pkw-Hersteller sogenannte Agenturmodelle, was auch die Vertragshändler zu Umstrukturierungen/Konsolidierungen zwingt. Der allgegenwärtige Fachkräftemangel tut sein Übriges.

In einer solchen Gemengelage eine Messepremiere durchzuführen, würde weder der Messe selbst, noch den beteiligten Branchen guttun. Wir halten es daher für verantwortungsvoll und richtig, den Märkten die nötige Zeit zu geben, um dann gestärkt eine ‚DRIVE‘ durchführen zu können, die auf ganzer Linie begeistert. Insofern freuen wir uns auf den weiteren Dialog mit Ausstellern und Partnern und auf das, was dann zukünftig den interessierten Besucher*innen vorgestellt werden kann.“